Mit der Research Group Soft Authoritarianisms bereiten wir gerade eine Sonderausgabe der Zeitschrift Global Society vor. Darin kommen viele Expert*innen zu Wort, die sich mit der autoritären Transformation liberaler Demokratien beschäftigen. Zu diesem Thema habe ich den französischen Soziologen Éric Fassin interviewt. Er ist Professor für Soziologie und Gender Studies an der Universität Vincennes-Saint-Denis (Paris 8) und hat eine ganze Reihe and einschlägigen Büchern zu Populismus, gefährdeter Demokratie und Geschlechterverhältnissen geschrieben. Außerdem hat er zwei Bücher veröffentlicht, die sich mit Anti-Intellektualismus und dem „neofaschistischen Moment des Neoliberalismus“ auseinandersetzen. Genau zu diesem Thema habe ich ihn interviewt. Wer Zugang über einen Bibliotheksserver hat, kann das Interview hier herunterladen (oder mich direkt ansprechen).
Kategorie: Publikationen
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Wissenschaft im Widerspruch: Unser kollektiv herausgegebener Sammelband ist erschienen
Heute ist nach langem Warten und sehr viel Arbeit unser Sammelband „Wissenschaft im Widerspruch. Beiträge zu einer Debatte im akademischen Feld“ erschienen. Mit einigen Mitgliedern des Graduiertennetzwerks „WOC GradNet“ an der Uni Bremen haben wir vor mittlerweile mehr als zwei Jahren damit begonnen, Ideen zu diesem vielschichtigen und komplexen Thema zu sammeln.
Das Buch, das wir als Kollektiv gemeinsam geplant, geschrieben, intern korrigiert und kommentiert und schließlich veröffentlicht haben, ist bei Springer in der Reihe Contradiction Studies erschienen.
Ich bin an zwei Beiträgen direkt beteiligt: Mit Jonas Trochemowitz habe ich gemeinsam einen deutsch-französischen Diskursvergleich zur Konzeption von „Wissenschaft“ in anti-genderistischen Bewegungen angestellt. Wir vergleichen, wie Gender Studies abgewertet und instrumentalisiert werden, um reaktionäre und menschenfeindliche Deutungen als normal und vernünftig darzustellen.
Mit Lara Herford, Jonas Trochemowitz und Jendrik Nuske haben wir gemeinsam einen kritischen Exkursionsbericht über unseren Ausflug zum Forschungsschiff MS Wissenschaft verfasst. Darin gehen wir unter anderem auf Vorstellungen von Demokratie und Autoritarismus sowie gefährdeter Wissenschaft ein, die in der Ausstellung an Bord des Schiffes zu finden sind. Zeitgleich mit unserer Exkursion, im Frühling und Sommer 2024,war die sogenannte Fördergeldaffäre im Bundesbildungsministerium in vollem Gange. Hierzu positionieren wir uns vor dem Hintergrund der Ausstellung zum Thema Wissenschaftsfreiheit kritisch.
Das Buch mit den vielen sehr lesenswerten Beiträgen kann man hier herunterladen.

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